Die sichere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigem Trinkwasser erfordert kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund werden die Trinkwasserpreise zum 1. Juli 2026 angepasst.
Bärbel Gross-Böhnke vom Kundenzentrum der Stadtwerke empfielt daher: „Um den Verbrauch nach altem und neuem Trinkwasserpreis möglichst genau abrechnen zu können, empfehlen wir allen Kunden, den Zählerstand ihres Wasserzählers am 30. Juni zu notieren und online über das Kundenportal zu melden.“ Alternativ könne der Zählerstand auch per Mail an abrechnung@stadtwerke-straubing.de geschickt oder telefonisch durchgegeben werden unter Tel. 09421 864-290.
Nach der letzten Anpassung der Trinkwasserpreise, welche vor allem durch stark gestiegene Energie-, Material- und Dienstleistungskosten bedingt war, hat sich die allgemeine Preisentwicklung wieder beruhigt. Positiv wirkt sich außerdem aus, dass die Energiekosten für die Wasserversorgung deutlich gesenkt werden konnten.
Dieser Effekt wird jedoch durch die Einführung des bayerischen Wassercents praktisch aufgehoben. Die neue Abgabe von 10 Cent je entnommenem Kubikmeter Wasser führt in Straubing zu zusätzlichen jährlichen Belastungen von rund 374.000 Euro. Da die Umlage zum 1. Juli 2026 eingeführt wird, berücksichtigen die Stadtwerke für die Kalkulation der Wasserpreise 2026 auch lediglich die Hälfte der Kosten, also Mehrkosten von rund 187.000 Euro.
Hinzu kommen notwendige Investitionen in die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes, der Hausanschlussleitungen, sowie den Straubinger Wasserturm. Die bisherige Sanierungsquote des Wasserhauptnetzes liegt seit Jahren mit jährlich unter einem Prozent am unteren Rand des erforderlichen Niveaus. Bei einer Fortführung dieser geringen Erneuerungsrate ist mit steigenden Schadensereignissen wie Rohrbrüchen zu rechen. Außerdem würde sich ein erheblicher Sanierungsstau ergeben.
Um die langfristige Versorgungssicherheit und die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, müssen die Sanierungsmaßnahmen für Wassernetz und Hausanschlüsse daher in diesem Jahr und in den Folgejahren deutlich ausgeweitet werden.
Zum 1. Juli 2026 werden die Trinkwasserpreise daher von 1,79 Euro auf 2,25 Euro pro Kubikmeter angepasst, der Grundpreis erhöht sich bei Standardkunden von 99,12 Euro auf 121,08 Euro im Jahr. Für einen Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 144 Kubikmeter erhöhen sich mit der Preisanpassung die Kosten um netto 88,20 Euro auf 445,08 Euro im Jahr. Hinzu kommt die für das Lebensmittel Trinkwasser gültige Mehrwertsteuer von sieben Prozent.
„Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigem Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Um auch künftig eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung gewährleisten zu können, investieren wir daher gezielt in die Erneuerung und den Erhalt der Infrastruktur“, bekräftigt Markus Gassenhuber, Bereichsleiter Netzwirtschaft.