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Preise ab 01.11.2022

Die Bundesregierung hat  infolge der massiven Kürzung der Gaslieferungen aus Russland mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Versorgungssicherheit zu stärken. Dazu gehört u. a. die drastisch beschleunigte Einspeicherung von Erdgas in die Gasspeicher, aber auch die wirtschaftliche Stützung der Gasimport-Unternehmen, die bei wegbrechenden Gaslieferungen aus Russland gezwungen sind, Gas zu hohen Preisen nachzukaufen.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen hat die Bundesregierung mit Wirkung ab 01.10.2022 die Einführung einer Gasbeschaffungsumlage (netto 2,419 ct/kWh) sowie einer Gasspeicherumlage (netto 0,059 ct/kWh) beschlossen, die auf den Gasverbrauch der Erdgaskunden erhoben wird. Sie soll zunächst für 1 ½ Jahre bis März 2024 gelten.
Daneben wird ab 01.10.2022 auch die Bilanzierungsumlage, über die der Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie finanziert wird, um netto 0,57 ct/kWh erhöht. Als Regelenergie bezeichnet man die Energie, die der Netzbetreiber benötigt, um die Differenz zwischen Ein- und Ausspeisungen von Erdgas auszugleichen. Durch diesen Ausgleich wird die Systemstabilität des gesamten Gasnetzes gewährleistet.

Da der Beschluss von der Bundesregierung sehr kurzfristig gefasst wurde, die Stadtwerke aber ihre Kunden 6 Wochen vorher über Preisanpassungen informieren müssen, können die Umlagen erst ab 01.11.2022 mengengewichtet nachgeholt und eingepreist werden.
Wie alle gesetzlichen Umlagen und Abgaben sind auch die neuen Gasumlagen für die Stadtwerke ein durchlaufender Posten und werden im vollem Umfang abgeführt. Die Stadtwerke profitieren also nicht von der Verteuerung.
Zur neuen finanziellen Belastung soll es aber auch eine Entlastung geben: Die Mehrwertsteuer auf Erdgas soll von 19 auf 7 % sinken. Wenn die entsprechenden Rechtsgrundlagen dafür geschaffen sind, geben die Stadtwerke die Absenkung zum frühestmöglichen Zeitpunkt an ihre Kunden weiter.

Die Gasumlagen führen zu einer weiteren deutlichen Verteuerung von 32,7 % gegenüber dem Preisstand 01.10.2022. Für einen Musterhaushalt mit 20.000 kWh Verbrauch summiert sich dies auf jährliche Mehrkosten von 918,68 Euro. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuersenkung beträgt die jährliche Kostensteigerung immer noch 542,60 € bzw. 19,3 %.
Alles in allem muss der o.g. Musterhaushalt in diesem Jahr eine Steigerung des Gas-Arbeitspreises von 128 % verkraften. Die Jahresabrechnung des Musterhaushaltes mit 20.000 kWh (= ca. 1.942 Kubikmeter) Gasverbrauch wird für 2022 bei 2.242 Euro liegen (7 % MWSt. ab 01.10. berücksichtigt.), im Vorjahr waren für die gleiche Menge Erdgas noch 1.414 Euro fällig.

Und leider kennen die Energiepreise aktuell nur eine Richtung – nach oben. Eine Entspannung deutet sich, zumindest für 2023, noch nicht an, im Gegenteil: Die Experten erwarten einen weiteren Preissprung zum 01.01.2023.

Hier finden Sie die ab 01.11.2022 geltenden Gaspreise:

Preisblatt Grundversorgung Gas ab 01.11.2022 (19 % MWSt.)  (84 kB)
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Preise ab 01.10.2022

Die Gaspreise für die Haushaltskunden der Stadtwerke Straubing erhöhen sich ab 01.10.2022 um netto 4,50 Cent je Kilowattstunde (brutto 5,36 ct/kWh).
Die seit 01.02.2022 geltende Splittung der Haushaltskunden in Neu- und Bestandskunden entfällt zum gleichen Zeitpunkt.

Hinweis: Die im aktuellen Tarifblatt genannten Preise müssen ab 01.10.2022 um die geplante Gasbeschaffungsumlage (2,419 Ct/kWh) und die Gasspeicherumlage (Veröffentlichung 18.08.22) korrigiert werden. Da die genaue Ausgestaltung noch unklar ist, wird die Korrektur voraussichtlich ab 01.11.2022 erfolgen.

Hintergrund:


Extreme Preissteigerungen an der Gasbörse
Die Börsenpreise für Gaslieferung haben sich innerhalb weniger Monate drastisch erhöht, auf Sicht von 2 Jahren sind Preissteigerungen auf den 10-fachen Wert (!!) festzustellen.

Mehrere Faktoren für die Preissprünge der letzten Monate
Die Gas- und infolge vermehrter Gasverstromung auch die Strompreise am Markt hatten schon im vergangenen Jahr 2021 stark angezogen. Als Gründe dafür sind die nach den monatelangen Corona-Lockdowns wieder anziehende Weltkonjunktur und wachsende Nachfrage nach Energieträgern, vor allem in Asien, zu nennen. China möchte zum Beispiel mit einem Umstieg von Kohle auf Flüssigerdgas seine Treibhaus-Emissionen verringern, was die Nachfrage entsprechend erhöht. Hinzu kamen weitere Faktoren wie die anstehende Abschaltung der letzten Atomkraftwerke sowie der Streit um die Gaspipeline Nordstream 2. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine seit dem 24. Februar führte dann an der Gasbörse zu Preissprüngen von über 70 % an einem Tag (Stand: 25.02.2022), Tendenz steigend.
Sollte es zu Einschränkungen in der Gasversorgung kommen, würden die Preise weiter steigen. Bisher lehnt Bundeskanzler Scholz es aus Gründen der Versorgungssicherheit ab, Gaslieferungen aus Russland zu stoppen. Russland hingegen droht mittlerweile damit, die Erdgasversorgung über die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland zu kappen. Die daraus resultierenden Unsicherheiten sowie die politische Situation in der Ukraine sind Zündstoff für weitere Preissprünge.

Extrem hohe Steigerung bei den Beschaffungskosten zwingt zu einer ebenso deutlichen Preisanpassung ab 01.10.2022
Die Turbulenzen an der Gasbörse führen zu einer gewaltigen Steigerung bei den Beschaffungskosten, die im Wesentlichen ab 01.10.2022 einsetzt. Um diese Kostensteigerung auszugleichen, ist eine Preiserhöhung um netto 4,50 ct/kWh zum gleichen Zeitpunkt notwendig.

Erhöhung des monatlichen Abschlagsbetrages wird dringend empfohlen

Bei einem Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bedeutet die Preisanpassung jährliche Mehrkosten von 1.071,00 €. Für das 4. Quartal 2022 ergeben sich für einen Musterhaushalt, ausgehend von einem Verbrauchsanteil von 38,8 % im 4. Quartal, Mehrkosten in Höhe von 415,55 €.

Laut Bericht der Zeitschrift „Der Spiegel“ plädiert die Bundesnetzagentur schon jetzt höhere Abschlagsbeträge für die Gasnutzer, um hohen Nachzahlungen entgegenzuwirken.
Auch die Stadtwerke Straubing empfehlen ihren Gaskunden, bereits mit Wirkung ab 01.07.2022 den Abschlagsbetrag zu erhöhen und auch den Gaszählerstand zum 30.09.2022 abzulesen und an die Stadtwerke zu übermitteln.
Im Juni erhalten die Gaskunden der Stadtwerke ein Anschreiben mit allen Infos rund um die Preis- und Abschlagsanpassung.

Preisblatt Erdgas - Grundversorgung - und Ersatzversorgung für Neukunden - ab 01.02.2022   (400 kB)
Preisblatt Erdgas - Grundversorgung- und Ersatzversorgung für Bestandskunden - ab 01.01.2022  (335 kB)
Preisblatt Erdgas - Normsondervertrag - ab 01.01.2022 - aktuell nicht verfügbar  (335 kB)
Preisblatt Erdgas - Ersatzversorgung Nichthaushaltskunden - ab 01.01.2022  (338 kB)
Preisblatt Erdgas - Grundversorgung - ab 01.10.2022  (370 kB)
Preisblatt Erdgas - Grundversorgung - ab 01.11.2022  (84 kB)
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Grund- und Ersatzversorgung

Die Stadtwerke Straubing Strom und Gas GmbH ist Grundversorger im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) für die leitungsgebundene Versorgung mit Erdgas im Verteilernetz der Stadtwerke Straubing. Für die Grund- und Ersatzversorgung mit Erdgas gelten unsere obenstehenden Preise und die Bedingungen der jeweils gültigen Gasgrundversorgungsverordnung.

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Für alle Fragen zu den Gastarifen steht Ihnen unsere Vertriebsabteilung persönlich im Kundenzentrum 2, Heerstraße 43a oder telefonisch unter den Tel.-Nr. 864- 250, -251,-254,-255,-256, -257 zur Verfügung.

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